Wir sind (wieder) Umweltschule!


Besondere Auszeichnung für die Geschwister-Scholl-Mittelschule in Schwarzenbach a.d. Saale

Die Geschwister-Scholl-Mittelschule in Schwarzenbach an der Saale darf sich erneut für ein Jahr Umweltschule in Europa – „Internationale Agenda 21-Schule“ nennen.

Dies ist eine Auszeichnung, um die sich Schulen bewerben können, die sich in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit besonders engagieren. Beim diesjährigen Schulwettbewerb "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21 Schule 2016“ hat der Freistaat Bayern insgesamt 320 Umweltschulen ausgezeichnet. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr (275 Schulen). Eine davon ist die Geschwister-Scholl-Mittelschule. Diese wurde in Weiden im Rahmen eines feierlichen Festakts mit anderen Schulen aus Oberfranken und der Oberpfalz ausgezeichnet.
 
 

 

Dazu mussten die Schulen zwei Themen im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ behandeln und natürlich ausführlich dokumentieren. Eine Jury von Experten aus Ministerien, von der Akademie für Lehrerfortbildung und dem LBV entschied dann, welche Schulen die Auszeichnung erhalten. Diese dürfen den Titel dann für ein Jahr tragen und erhalten dazu eine Fahne, eine Urkunde und ein Logo.

Die Schwarzenbacher Schüler taten in diesem Zusammenhang den Vögeln etwas Gutes und förderten somit die Biodiversität. Nachdem sie im letzten Jahr mit voller Begeisterung Blumenzwiebeln im Ökopark Hertelsleite gesteckt hatten, wurden dieses Jahr Nisthilfen für die dort lebenden Vögel gebaut. Viele Schüler gingen mit ihren Eltern im Park spazieren und stellten fest, dass einige Nisthilfen marode oder sogar komplett zerstört waren. Bei der Fachlehrerin Frau Hüttner stießen die Schüler sofort auf ein offenes Ohr und bauten mit ihr im Unterricht Nistkästen für die unterschiedlichen Vogelarten, so dass Höhlen und Halbhöhlenbrüter eine Unterkunft finden können. Nach der Fertigstellung wurden die Nistkästen in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer des Ökopark Hertelsleite e.V., vertreten durch die Familie Schaller, im Frühjahr aufgehängt. Es konnte später beobachtet werden, dass viele Vögel die Brutstätten annahmen. Im Sommer wurden dann die restlichen Nistkästen beim 20-jährigen Jubiläum des Ökoparks Hertelsleite verkauft.

In einem zweiten Projekt erkundeten die Schüler der 6. Jahrgangsstufe mit ihrem Klassenlehrer Herrn Löhlein und der Übergangsklasse unter der Leitung von Herrn Wittig die Hertelsleite. Um die Schüler aus der Übergangsklasse schnell zu integrieren, wurden verschiedenen Projekte durchgeführt. Die 6. Klasse entschied sich unter anderem für dieses Naturprojekt. Den einheimischen Schülern war es eine Herzensangelegenheit, den neuen Mitschülern die Natur zu zeigen. Mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und des Internets ermittelten die einheimischen Jugendlichen die häufigsten Bäume und Vogelarten im Ökopark und fertigten Arbeitsblätter an, um diese Arten bei einem gemeinsamen Besuch den Schülern aus der Übergangsklasse näher zu bringen. Die Jugendlichen, die meist als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland kamen, stammen vor allem aus den Ländern Syrien, Afghanistan und Eritrea. In verschiedenen Gruppen ging es durch die Hertelsleite. Dabei wurden viele Vögel und Bäume bestimmt und es kam zum Austausch zwischen den Schülern über die Pflanzen- und Tierwelt in den unterschiedlichen Heimatländern.

Die Schule nutzt die Auszeichnung als Impuls für ihre umweltbewusste und nachhaltige Schulentwicklung und will sich auch nächstes Jahr wieder um die Auszeichnung bewerben. Für das laufende Schuljahr sind schon einige neue und spannende Projekte geplant.