Mödlareuth: „Little Berlin“ – das geteilte Dorf


Am 10.01.2019 fuhren wir, die Klasse 10M und 9a der Geschwister-Scholl-Mittelschule mit dem Bus ins verschlafene Mödlareuth. Nach einer aufregenden Busfahrt über schneebedeckte Fahrbahnen kamen wir pünktlich am Deutsch-Deutschen Museum an. Sofort wurden wir nett empfangen und in einen Seminarraum geführt. Dort startete mittels einer Präsentation die Zeitreise durch Mödlareuth.
Wir erfuhren, dass Mödlareuth bereits seit 1810 durch das Königreich Bayern und Fürstentum Reuß getrennt war. Der Grenzverlauf folgte entlang des Tannbaches. Jedoch handelte es sich dabei nur um eine reine Verwaltungsgrenze. Das Dorf hatte beispielsweise eine Schule, ein Postamt und ein Wirtshaus, die sowohl von Thüringern als auch von den bayerischen Dorfbewohnern genutzt wurden. Erst nach dem 2.Weltkrieg begann eine vollkommen andere Zeit für die Bevölkerung des Ortes. Mit Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 begann die gravierende Veränderung in dem Ort. Ein Film veranschaulichte uns mit den originalen Aufnahmen sehr eindrucksvoll das Alltagsleben an der Innerdeutschen Grenze. Wir erfuhren, dass einige Einwohner umgesiedelt wurden. Die übrig gebliebenen Bürger auf der Ostseite durften keinerlei Kontakt mehr zu den benachbarten Dorfbewohnern aufnehmen. Selbst das Winken von einer Seite zur Anderen war verboten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Besichtigung, der noch original erhaltenen Sperranlagen verdeutlichte uns den Aufbau des sogenannten „antifaschistischen Schutzwalls“, der nur dazu diente die Bevölkerung in der DDR zu halten. Über 37 Jahre war es nicht möglich sich in dem Dorf frei zu bewegen. Erst nach dem Mauerfall 1989 war für die Bewohner wieder ein normales Dorfleben möglich.
 
 
 
 
 
Nach diesem beeindruckenden Besuch ging es, mit vielen Erkenntnissen im Gepäck, wieder zurück nach Schwarzenbach.
 
Die Klasse 10M der Geschwister-Scholl-Mittelschule